Gedanken zur Jahreslosung 2013

Wir haben das Jahr 2013 hindurch immer wieder über die Jahreslosung nachgesonnen und den Text auf uns wirken lassen. Das prächtige Bild an unserer Kirchenwand hat uns dabei inspiriert. Daher veröffentlichen wir zum Jahresende nochmals ein Foto der Jahreslosung und den Text der Künstlerin. Denn die Botschaft bleibt auch 2014 aktuell:
„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebräer 13, 14)

Marion Bischke-Heimes:
„Wir leben in unserer Stadt, einem Ort, an dem wir uns eingerichtet haben. Wir haben alles, was wir brauchen, uns geht es gut, verglichen mit anderen Menschen in anderen Ländern dieser Erde. Wir haben unsere Aufgaben, unsere Termine, unsere Wichtigkeiten. Und unsere Fähigkeiten, fast alles zu schaffen und zu erledigen. Ein gelungenes, sinnvolles Leben.
Doch Gott sagt, dass dieses Leben nicht bleibt. Das wissen wir, das ist nichts Neues. Wir sollen die zukünftige Stadt suchen, Gottes Stätte für uns.

Ich aber lebe gern hier und genieße das Heute. Ich fühle mich lebendig und habe gar nicht das Bedürfnis, nach der zukünftigen Stadt zu suchen.

Ich gehe in mich und überlege. Ich glaube, ein Anfang der zukünftigen Stadt ist schon da. Ich muss nur noch aufstehen und losgehen, durch das Tor meines selbstgebauten Lebens hinaus. Ich mache mich auf den Weg durch meine Stadt mit suchendem Blick und treffe Gott in vielen Menschen und Erlebnissen an. Je länger ich unterwegs bin, desto mehr lasse ich mein fest gebautes Leben hinter mir. Ich sehe Möglichkeiten und Weite und Licht. Ich sehe meinen Weg in eine Zukunft, von der ich nichts weiß, die ich aber voller Vertrauen auf Gott erwarten kann.

Ich möchte noch lange unterwegs sein auf diesem erleuchteten Weg.“

Foto: © Michaela Kuhn