Einblick & Ausblick: Die Sache mit dem Verzeihen

Die über achtzigjährige Lillie, eine ehemalige Sklavin der amerikanischen Südstaaten, äußert sich in einem Roman einer jungen Frau namens Alice gegenüber so:

“Jesus sagt, dass wir beten sollen: ,Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.` Er weiß nämlich: Wenn wir nicht jeden Tag darum bitten und uns daran erinnern, dass wir vergeben sollen, dann tun wir es nicht. Und ich brauche seine Hilfe, Schätzchen. Ohne sie könnte ich nicht all den Leuten vergeben, die mir unrecht getan haben. Und wenn Jesus mir nicht geholfen hätte, hätte ich ganz bestimmt nicht dem Mann vergeben können, der meinen Mann und meinen Sohn verkauft hat und mir nicht sagen wollte, wo sie sind. Oh nein.”
(…)
“Halt nicht an deinem Groll fest, Schätzchen,” sagte sie stattdessen.
“Achte darauf, dass du diesen Sack jeden Abend ausleerst, bevor du schlafen gehst. Das steht auch in der Bibel, weißt du. Du sollst die Sonne nicht untergehen lassen, während du noch zornig bist.”

aus: „Bibliothek der Träume“, Lynn Austin

Einblick & Ausblick: Jenseits des Versagens

„Gottes Liebe bekommen wir nicht dadurch, dass wir nach seinen Maßstäben leben, sondern wir finden sie am tiefsten Punkt der Zerbrochenheit unseres Lebens. Wenn wir zulassen, dass er uns gerade dann liebt, und auch entdecken, wie wir ihm Liebe zurückgeben können, werden wir merken, wie sich unser Leben in dieser Beziehung verändert.“ „- Wie kann…

Einblick & Ausblick: In diesem Moment

Die wichtigste Stunde unseres Lebens ist immer
der gegenwärtige Augenblick.
Der bedeutsamste Mensch ist immer der, der uns gerade gegenüber steht.
Das notwendigste Werk in unserem Leben ist stets die Liebe.

Leo Tolstoi

 

 

Für die Weihnachtstage wünschen wir einander den Blick für das Gemeinsame, für das Verbindende.
Auch wenn bei vielen Familienfeiern alte Spannungen mit im Gepäck reisen – wenn wir aufeinander treffen, wünschen wir uns liebende Augen füreinander: Damit wir uns gegenseitig so ansehen und erkennen können, wie Gott uns betrachtet. Für die Menschen, die sich während der Festtage besonders allein fühlen, wünschen wir uns Offenheit: Dass uns ein freundliches Wort einfällt. Dass wir spontan genug sind, sie kurzfristig einzuladen. Dass jenseits der eigenen Pläne überraschende Begegnungen passieren.
Gottes Segen wünschen wir allen, die mit uns und der Christuskirche Altona verbunden sind.

Christuskirche - seit 1871 in Altona